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Cisco warnt vor ClamAV-Schwachstellen in Secure Endpoint Connector mit öffentlichem Exploit-Code

Auf den Punkt: Cisco warnt vor sieben ClamAV-Schwachstellen in Secure-Endpoint-Connector-Produkten, für zwei davon existiert bereits öffentlicher Exploit-Code, Sicherheitsupdates ohne Workarounds sollen erst im August erscheinen.

Cisco meldet sieben ClamAV-Schwachstellen in seinen Secure-Endpoint-Connector-Produkten. Für zwei davon ist bereits Exploit-Code öffentlich verfügbar, während Patches erst im Laufe des August erscheinen sollen.

Die quelloffene Malware-Erkennungsengine ClamAV, die unter anderem einen mehrfädigen virtuellen Scanner, E-Mail-Filterung und automatische Datenbank-Updates bietet, ist von sieben Schwachstellen betroffen. Sie tragen die Kennungen CVE-2026-20337 bis CVE-2026-20339 sowie CVE-2026-20345 bis CVE-2026-20348 und liegen in den ClamAV-Parsern für die Dateiformate ZIP, GPT, PESpin, PDF, Mach-O und XAR. Ein nicht authentifizierter, entfernter Angreifer könnte sie zur Auslösung einer Dienstblockade (Denial of Service) ausnutzen. Behoben sind die Lücken in ClamAV Version 1.5.4, die zugleich eine Path-Traversal-Schwachstelle in WinRAR für Windows schließt, über die sich beliebiger Code hätte ausführen lassen.

Kurz nach Veröffentlichung dieser Fixes gab Cisco eine eigene Sicherheitsmitteilung heraus, in der das Unternehmen vor bereits existierendem Exploit-Code für CVE-2026-20337 und CVE-2026-20338 warnt. Workarounds stehen für keine der Lücken zur Verfügung. Für CISOs bedeutet das eine unmittelbare Risikobewertung ohne Möglichkeit zur temporären Abschwächung – die Patches für sämtliche Secure-Endpoint-Connector-Produkte sollen laut Cisco erst im Laufe des August bereitgestellt werden.

Nach Einschätzung von Cisco stellen die Schwachstellen für Windows-Nutzer ein hohes Risiko dar, da der ClamAV-Scanprozess auf dieser Plattform in einem privilegierten Sicherheitskontext läuft. Unter macOS und Linux wird das Risiko als mittel eingestuft, da der Scanprozess dort mit geringeren Rechten arbeitet. Die Cloud-Variante Secure Endpoint Private Cloud selbst ist nicht betroffen, wohl aber die zugehörige Secure-Endpoint-Connector-Software.

Kunden wird empfohlen, die bereits verfügbaren Patches in den Secure-Endpoint-Private-Cloud-Versionen 4.2.8 und neuer von der Cloud aus auf die Endgeräte auszurollen. Cisco erklärte, derzeit keine Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Schwachstellen in freier Wildbahn zu haben – angesichts des öffentlich verfügbaren Exploit-Codes für zwei der Lücken sollte das Ausrollen der Patches priorisiert erfolgen, sobald diese verfügbar sind.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 13. August 2026
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