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Mehrheit der Cyberangriffe nutzt bekannte, ignorierte Sicherheitslücken

Auf den Punkt: 84 Prozent der Cyberangriffe exploitieren bereits bekannte, aber priorisierte Schwachstellen — das Kernproblem liegt in der langsamen Umsetzung, nicht in fehlender Sichtbarkeit.

Eine globale Studie von Filigran und Vanson Bourne unter 550 IT-Sicherheitsexperten zeigt: 84 Prozent der Cyberangriffe treffen auf bekannte Schwachstellen, denen die Unternehmen keine Priorität zugewiesen haben. Das zentrale Problem ist nicht mangelnde Transparenz, sondern die fehlende Geschwindigkeit bei der Umsetzung von Maßnahmen.

Die Studie von Filigran zeigt ein strukturelles Erkenntnisdefizit: Obwohl Sicherheitsteams durchschnittlich 14 verschiedene Datenströme für Bedrohungsintelligenz nutzen, können 61 Prozent der befragten Unternehmen nicht bestimmen, welche Schwachstellen in realen Angriffen tatsächlich ausnutzbar sind. Dies führt zu einer massiven Fehlallokation von Ressourcen — weltweit verwenden Sicherheitsteams 42 Prozent ihrer Arbeitszeit auf die Analyse von Risiken mit geringer oder keiner praktischen Relevanz. Nur 41 Prozent der Unternehmen verfügen überhaupt über einen konsolidierten Überblick ihrer gesamten Cyber-Risikoexposition.

Deutsche Unternehmen heben sich durch Automatisierung deutlich ab: 58 Prozent setzen bereits auf kontinuierliche, vollständig automatisierte Validierungsprozesse, während der globale Durchschnitt bei 38 Prozent liegt. Dieser Vorsprung hat konkrete Auswirkungen — deutsche Sicherheitsteams verwenden nur 27 Prozent ihrer Zeit auf irrelevante Schwachstellen-Analysen, und 54 Prozent der befragten Teams in Deutschland besitzen eine konsolidierte Sicht auf ihre Sicherheitsrisiken. Dennoch berichten deutsche Teams von operativen Engpässen: Alarmflut, manuelle Datenintegration fragmentierter Quellen und Fachkräftemangel bleiben zentrale Herausforderungen.

Die Branche plant einen massiven KI-Einsatz zur Bewältigung des Risikoaufkommens. Aktuell sind 37 Prozent der Prozesse im kontinuierlichen Bedrohungsmanagement KI-gestützt; innerhalb von zwei Jahren wird dieser Anteil nach Erwartung der Studienteilnehmer auf 59 Prozent steigen. 88 Prozent aller Befragten sehen stärkere Automatisierung als unerlässlich an. Die größten Implementierungshürden sind Bedenken zu Systemausfällen in Produktionsumgebungen, hoher manueller Aufwand und mangelnde Integration in bestehende Prozesse.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 1. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.2.

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