Auf den Punkt: CISA und australische Behörden fordern kritische Infrastrukturen auf, die Isolationsfähigkeit ihrer OT-Systeme proaktiv zu planen und zu testen.
Die US-amerikanische CISA und australische Regierungsbehörden haben Leitlinien veröffentlicht, die Betreiber kritischer Infrastrukturen zur Vorbereitung auf die Isolation von Operational-Technology-Systemen (OT) im Fall von Cyberangriffen auffordern.
Die neue Anleitung richten sich an Organisationen im Bereich kritische Infrastruktur und adressieren speziell die Isolationsfähigkeit von Betriebstechnologie-Systemen. Damit sollen diese für Notfälle – sei es durch Cyberangriffsszenarien oder andere erhebliche Störungen – präpariert werden, ohne dass unter Zeitdruck ad-hoc Entscheidungen getroffen werden müssen.
Die Empfehlungen folgen dem Gedanken der Resilienz durch Vorbereitung: Organisationen sollen bereits in der operativen Normalphase die technischen und prozeduralen Voraussetzungen schaffen, um OT-Netzsegmente bei Bedarf schnell vom Rest der Infrastruktur zu trennen. Dies betrifft Netzwerk-Design, Schnittstellen zu IT-Systemen und Kommunikationsprotokolle.
Für CISOs bedeutet dies eine explizite Anforderung, OT-Isolationsszenarien in ihre Kontinuitäts- und Notfallpläne zu integrieren, regelmäßig zu testen und in Risikomodellierungen zu berücksichtigen. Die Vorbereitung auf Isolation ist damit kein optionales Härtungsmerkmal mehr, sondern Bestandteil des Governance- und Risk-Management-Rahmens.
Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 28. Juli 2026
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