Auf den Punkt: Die tatsächliche Anzahl registrierter NIS2-Unternehmen blieb deutlich hinter der Erwartung von 29.500 zurück, weshalb das BSI die Registrierungsfrist von März auf Juli 2026 verlängerte.
Deutlich weniger Unternehmen als erwartet haben sich bis zum März 2026 beim BSI als NIS2-verpflichtet registriert. Die Frist wurde daraufhin bis 31. Juli 2026 verlängert.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte einen massiven Registrierungsrückstand bei der Umsetzung der NIS2-Richtlinie festgestellt. Erwartet wurde, dass sich etwa 29.500 Unternehmen als kritische oder wichtige Infrastrukturen bzw. KRITIS-Betreiber registrieren würden. Bis zum ursprünglichen Stichtag im März 2026 lag die tatsächliche Registrierungszahl jedoch erheblich unter dieser Prognose.
Dieses Registrierungsdefizit stellt CISOs vor ein Compliance-Problem: Unternehmen, die nicht erkannt haben oder nicht registriert sind, riskieren Bußgelder und behördliche Nachforderungen. Zudem wird unklar, ob alle betroffenen Organisationen tatsächlich die NIS2-Anforderungen erfüllen oder ob systematisch Lücken in der Erfassung des Bedrohungsspektrums entstehen.
Das BSI hat die Registrierungsfrist als Konsequenz bis zum 31. Juli 2026 verschoben. CISOs sollten prüfen, ob ihr Unternehmen unter die NIS2-Verpflichtungen fällt, und sich gegebenenfalls unverzüglich beim BSI registrieren, um Strafen und Compliance-Verstöße zu vermeiden.
Quelle: borncity.com · Erschienen 30. Juli 2026
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