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KRITIS-Betreiber setzen auf dezentralisierte Backups gegen Cloud-Abhängigkeit

Auf den Punkt: KRITIS-Regulierung erzwingt bei Betreibern eine Neubewertung der Cloud-Abhängigkeit und eine Rückkehr zu lokal kontrollierten Backup-Strategien.

Der Bitkom Cloud Report 2026 dokumentiert eine zunehmende Diskrepanz zwischen Nutzung und regulatorischen Anforderungen bei Cloud-Infrastrukturen. KRITIS-Betreiber müssen ihre Backup- und Resilienzstrategien neugestalten und dürfen sich nicht vollständig auf Public Cloud-Anbieter verlassen.

Der Bitkom Cloud Report 2026 zeigt eine wachsende Divergenz zwischen der Verbreitung von Cloud-Diensten in deutschen Unternehmen und dem gestiegenen Anspruch auf Datensouveränität. Für Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) entsteht daraus ein strukturelles Spannungsverhältnis: Cloud-Plattformen bieten Skalierbarkeit und Kosteneffizienz, erzeugen aber gleichzeitig Abhängigkeiten bei Datenhoheit und Verfügbarkeit.

Neue gesetzliche Vorgaben – insbesondere durch NIS2 und nationale KRITIS-Verordnungen – verpflichten Betreiber zu erhöhter Kontrolle über ihre Dateninfrastruktur. Dies betrifft insbesondere Szenarien von Ransomware-Angriffen, Ausfällen von Cloud-Providern oder geopolitischen Spannungen, die Zugriff auf Dienste gefährden können. Datensicherung und Disaster Recovery jenseits von Public Cloud-Umgebungen wird zum Risikomanagementschwerpunkt.

Die Konsequenz ist ein Renaissance dezentralisierter Backup-Architekturen: Betreiber kritischer Infrastrukturen evaluieren wieder On-Premises-Lösungen und hybride Modelle, um Kontrolle über Wiederherstellungsprozesse zu wahren und Zugriffsketten unabhängig von fremden Cloud-Anbietern zu sichern. Dabei geht es nicht um vollständige Abkehr von Cloud, sondern um bewusste Kompartimentalisierung: Cloud für Betrieb und Skalierung, On-Premises oder private Infrastrukturen für kritische Backup- und Recovery-Prozesse.


Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 30. Juli 2026
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