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NIS-2-Umsetzung in der Produktion: IT-OT-Konvergenz reguliert

Auf den Punkt: NIS 2 zwingt Produktionsunternehmen, unkontrollierte IT-OT-Konvergenz zu dokumentieren und Cybersicherheitsrisiken systembezogen zu managen.

Die NIS-2-Direktive verpflichtet Produktionsunternehmen, die zunehmende Verschmelzung von IT und OT (Operational Technology) zu kontrollieren. Unkontrollierte IT-OT-Konvergenz gefährdet die Verfügbarkeit von Produktionsprozessen — ein wirtschaftskritisches Risiko, das Regulierung nun adressiert.

Produktionsanlagen waren lange Zeit luftgekoppelt und isoliert. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und dem Einsatz vernetzter Systeme wachsen IT- und OT-Infrastrukturen jedoch zusammen. Diese Konvergenz bietet Effizienzgewinne, schafft aber gleichzeitig neue Angriffsvektoren und Schwachstellen in klassischen Produktionsumgebungen, die nicht für IT-ähnliche Bedrohungsszenarien ausgelegt sind.

Für CISOs bedeutet dies eine doppelte Herausforderung: Sie müssen sowohl IT-Security-Standards durchsetzen als auch die operativen Anforderungen und langlebigen Systeme der Produktion berücksichtigen. NIS 2 formalisiert diese Verantwortung nun durch verbindliche Anforderungen an kritische Infrastrukturen und die Verwaltung von Cybersicherheitsrisiken über alle verbundenen Systeme hinweg.

Der erste Schritt liegt in der ehrlichen Bestandsaufnahme: Welche Systeme sind wie miteinander verbunden? Wo entstehen neue Abhängigkeiten zwischen IT und Produktionsnetzwerken? Eine solche Transparenz ist notwendig, um überhaupt Verwundbarkeiten identifizieren zu können und die Kontrolle über die gesamte Systemlandschaft herzustellen.


Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 31. Juli 2026
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