Auf den Punkt: IT-Sicherheitsanbieter sind kein reines Zulieferermodell mehr, sondern strategische Partner in der nationalen Cyberverteidigung kritischer Infrastruktur gegen Cyberkriminelle und APT-Gruppen.
IT-Sicherheitsanbieter fungieren im Kontext der nationalen Cyberverteidigung nicht länger als reine Zulieferer, sondern als strategische Akteure bei der Sicherung kritischer Infrastruktur. Das unterstreicht Holger Suhl, Country-Manager DACH bei Eset, angesichts wachsender Bedrohungen durch Cyberkriminelle und staatliche APT-Gruppen.
Cyberkriminelle und fortgeschrittene Angreifer (APT) zählen zu den größten Risikofaktoren für kritische Infrastruktur und die Verteidigungsfähigkeit von Staaten. Sie setzen dabei auf Penetration, Datenabfluss und Sabotage gegen Systeme, die für Wirtschaft, Energie, Kommunikation und Verwaltung essentiell sind.
Für CISOs bedeutet diese Lage eine Verschiebung der Verantwortung: Während nationale Cybersicherheitsagenturen die Abwehr von außen koordinieren, müssen Organisationen intern die eigenen Systeme gegen diese Bedrohungen härtbar machen. Das setzt voraus, dass IT-Sicherheitsanbieter über bloße Produktlieferung hinaus als wissensbasierte Partner fungieren — mit regelmäßiger Bedrohungsanalyse, Incident-Response-Kapazität und tiefem Verständnis von Angriffsvektoren.
Die zentrale Erkenntnis: Zivile Cyberakteure, insbesondere Unternehmen der Sicherheitsindustrie, sind heute Teil der gesamtstaatlichen Verteidigungsfähigkeit im Cyberraum. Sie tragen dazu bei, dass kritische Infrastruktur widerstandsfähiger wird und Angriffe frühzeitig erkannt sowie abgewehrt werden können. Dies hat Konsequenzen für Compliance, Einkauf und Zusammenarbeit zwischen privaten Organisationen und staatlichen Institutionen.
Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 31. Juli 2026
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