Auf den Punkt: Weniger als 40 Prozent der zur NIS2-Registrierung verpflichteten deutschen Betreiber kritischer Infrastrukturen haben die erforderliche Meldung bislang eingereicht.
In Deutschland haben bislang 11.500 von 29.500 betroffenen Unternehmen die obligatorische Registrierung nach der NIS2-Richtlinie abgeschlossen. Dies entspricht einer Compliance-Quote von rund 39 Prozent.
Nach den Vorgaben der NIS2-Richtlinie sind Betreiber von Infrastrukturen kritischer Sektoren verpflichtet, sich bei den Regulierungsbehörden anzumelden. Dies dient der Erfassung wesentlicher und kritischer KRITIS-Betreiber. Die aktuelle Bilanz zeigt ein erhebliches Umsetzungsdefizit: Von geschätzten 29.500 in Betracht kommenden Unternehmen haben sich nur 11.500 registrieren lassen.
Die Registrierung ist nicht nur eine administrative Formalie, sondern die Grundlage für die Anwendung der umfangreichen Sicherheitsanforderungen aus NIS2. Betreiber, die sich nicht anmelden, verstoßen gegen Meldepflichten und setzen ihre Organisation Bußgeldern aus. Für CISOs bedeutet die Registrierung zugleich, dass ihre Sicherheitsmaßnahmen künftig in Audits überprüft werden.
Die geringe Quote deutet darauf hin, dass viele Unternehmen entweder ihre Zugehörigkeit zu den betroffenen Sektoren nicht korrekt eingeordnet haben oder die Frist unterschätzen. Regulierungsbehörden werden in den kommenden Monaten vermutlich verstärkt auf fehlende Registrierungen hinweisen und zielgerichtet Compliance durchsetzen.
Quelle: news.google.com · Erschienen 29. Mai 2026
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