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Passwort-Spray-Kampagne: 81 Millionen Anmeldeversuche gegen Microsoft 365

Auf den Punkt: Passwort-Spray-Kampagne mit 81 Millionen Anmeldeversuchen kompromittierte 78 Konten in 64 Organisationen, was auf verbreitete Konfigurationsschwachstellen bei Microsoft 365 hindeutet.

Angreifer haben in zwei Wochen etwa 81 Millionen Anmeldeversuche gegen Microsoft-365-Umgebungen durchgeführt. Das Sicherheitsunternehmen Huntress dokumentierte 78 kompromittierte Konten in 64 Organisationen und identifizierte dabei Konfigurationsschwachstellen in den betroffenen Systemen.

Bei der dokumentierten Kampagne handelt es sich um ein Passwort-Spray-Angriff — eine Technik, bei der Angreifer automatisiert viele schwache oder häufig verwendete Passwörter gegen eine große Menge von Benutzerkonten testen. Die Spanne von 81 Millionen Versuchen über zwei Wochen deutet auf eine großflächig ausgerichtete Operation hin, die weit mehr Organisationen probt, als letztlich erfolgreich kompromittiert werden.

Für CISOs ist das Fazit relevant: Die hohe Erfolgsquote bei relativ wenigen Konten (78 Kompromittierungen über 81 Millionen Versuche) verweist auf systematische Konfigurationsmängel. Typische Schwachstellen sind fehlende oder schlecht durchgesetzte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), schwache Passwort-Richtlinien oder Accounts mit vereinfachten Credentials — häufig Service-Konten oder Testbenutzer, die in der Verwaltung übersehen werden.

Die Verbreitung über 64 Organisationen deutet darauf hin, dass dies keine isolierte Kampagne gegen einzelne High-Target-Organisationen ist, sondern eine Massenaktion. CISOs sollten ihre Microsoft-365-Umgebungen auf erzwungene MFA für alle Benutzer prüfen, Passwort-Richtlinien verschärfen und insbesondere Dienstkonten und Legacy-Accounts überprüfen, die oft außerhalb moderner Sicherheitsstandards betrieben werden.


Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 17. Juli 2026
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