Auf den Punkt: Organisationen benötigen branchenübergreifende Zusammenarbeit und standardisierte Ansätze, um die Migration auf Post-Quanten-Kryptographie erfolgreich zu gestalten.
Das britische National Cyber Security Centre (NCSC) hat einen Workshop zur Migration auf Post-Quanten-Kryptographie (PQC) durchgeführt und warnt: Kein Unternehmen kann diesen Übergang isoliert bewältigen. Die Erkenntnisse richten sich an Organisationen, die ihre Systeme gegen zukünftige Quantencomputer-Risiken absichern müssen.
Das NCSC hat seinen ersten Workshop zu Post-Quanten-Kryptographie durchgeführt und dabei Fachleute aus verschiedenen Organisationen zusammengebracht, um die Herausforderungen der kryptographischen Migration zu diskutieren. Der zentrale Befund des Workshops lautet: Eine isolierte Umsetzung ist nicht realisierbar.
Für CISOs bedeutet dies, dass die PQC-Migration nicht nur eine technische Aufgabe des eigenen Unternehmens ist, sondern eine koordinierte Anstrengung über Organisationsgrenzen hinweg erfordert. Lieferketten, Schnittstellen zu Partnersystemen und Abhängigkeiten von Zulieferern müssen koordiniert werden. Der Workshop hat identifiziert, welche kritischen Abhängigkeiten existieren und wie Unternehmen diese navigieren können.
Die NCSC-Dokumentation des Workshops bietet konkrete Empfehlungen für die Planung und Durchführung von PQC-Migrationen, darunter Checklisten für die Bestandsaufnahme kryptographischer Verfahren, Roadmap-Entwicklung und Kommunikationsanforderungen mit externen Partnern und Lieferanten.
Die Erkenntnis, dass Standardisierung und branchenübergreifender Austausch notwendig sind, wird auch durch NIS2 flankiert: Organisationen müssen ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich an künftige Bedrohungen anpassen, einschließlich Quantum-Computing-Szenarien. Der Workshop-Bericht unterstützt damit die regulatorische Anforderung zur proaktiven Risikoverwaltung.
Quelle: www.ncsc.gov.uk · Erschienen 22. Juli 2026
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