Auf den Punkt: 24.000+ exponierte Server geben Authentifizierungs-Hashes via 20 Jahre alte BMC-Lücke frei und ermöglichen damit potenzielle Übernahme der Serverinfrastruktur.
Mehr als 24.000 öffentlich erreichbare Server sind von einer zwei Jahrzehnte alten Schwachstelle in ihrer Baseboard Management Controller (BMC)-Schnittstelle betroffen und geben Authentifizierungs-Passwort-Hashes frei. Diese BMC-Systeme ermöglichen remote Zugriff auf physische Serverfunktionen und sind häufiges Ziel von Angreifern.
Sicherheitsforscher haben über 24.000 Server im Internet identifiziert, die über ihre Baseboard Management Controller (BMC) Authentifizierungs-Passwort-Hashes preisgeben. Die Schwachstelle existiert bereits seit etwa 20 Jahren in den BMC-Interfaces verschiedener Hersteller.
BMCs sind spezialisierte Verwaltungsschnittstellen auf Servermotherboards, die es Administratoren erlauben, Hardware-Funktionen unabhängig vom Betriebssystem zu überwachen und zu steuern — auch über Fernzugriff. Eine erfolgreiche Kompromittierung ermöglicht Angreifern vollständige Kontrolle über die physische Infrastruktur, unabhängig von Betriebssystem-Sicherheitsmaßnahmen.
Die öffentliche Erreichbarkeit dieser BMC-Interfaces ist kritisch, da sie normalerweise in vertrauenswürdigen Netzwerken betrieben werden sollten. Die Tatsache, dass Passwort-Hashes freigelegt werden, ermöglicht es Angreifern, Offline-Brute-Force-Angriffe durchzuführen. Bei schwachen oder älteren Hashing-Verfahren können diese Angriffe erfolgreich sein.
Für CISOs bedeutet dies eine unmittelbare Inventarisierungsaufgabe: Alle BMC-Systeme in der eigenen Infrastruktur müssen auf ihre Netzwerk-Erreichbarkeit überprüft werden. Besonders relevant sind ältere Server-Generationen, da die Schwachstelle jahrelang bekannt ist und Patches verfügbar sein sollten.
Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 28. Juli 2026
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