Auf den Punkt: KMS-Server müssen künftig TPM-basierte Hardware-Attestierung durchführen, bevor sie Windows-Clients aktivieren dürfen.
Microsoft verlangt ab kommenden Windows-Server-Releases, dass Key-Management-Service-Hosts ihre Hardware-Echtheit und Systemintegrität über einen Trusted Platform Module nachweisen. Diese Maßnahme soll Software-Piraterie und gefälschte Aktivierungsserver unterbinden.
Microsoft verschärft die Sicherheitsanforderungen für die Lizenzaktivierung von Windows-Betriebssystemen in Unternehmensnetzwerken. Künftig müssen Server, die den Key Management Service (KMS) bereitstellen, ihre Identität und Systemintegrität über einen Trusted Platform Module (TPM)-Chip nachweisen. Der Hardware-basierte Attestierungsprozess bestätigt vor der Lizenzvergabe an Client-Geräte, dass der KMS-Host auf echter und unverändert Hardware läuft.
Für Administratoren beginnt die Übergangsfrist im August 2026: Ab diesem Zeitpunkt gibt Windows Server 2025 Statusmeldungen in den KMS-Protokollen sowie beim Befehl slmgr /dlv aus, die anzeigen, ob ein Gerät die Voraussetzungen für den Betrieb eines hardwaregesicherten KMS-Hosts erfüllt. Diese Hinweise sollen Unternehmen Zeit für die Anpassung ihrer Infrastruktur geben. Für virtualisierte KMS-Instanzen kündigte Microsoft separate Anforderungen für einen späteren Zeitpunkt an.
Die Neuerung adressiert ein etabliertes Sicherheitsproblem: Bisherige rein softwarebasierte KMS-Server sind anfällig für Manipulationen und Klone. Entwickler inoffizieller Aktivierungswerkzeuge nutzten diese Funktionsweise systematisch, um emulierte KMS-Server bereitzustellen und damit Lizenzkosten zu umgehen. Durch die Pflicht zur TPM-Attestierung werden Software-Emulationen sowie gefälschte Online-Server technisch blockiert, da die Hardware-Signatur nicht nachgeahmt werden kann.
Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 29. Juli 2026
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